Wundern darf man sich


Wovon man nichts versteht, darüber soll man schweigen. Eine alte Regel. Aber man darf sich doch wundern…

Die soeben zu Ende gegangene Computerspiele-Messe „gamescom“ in Köln wurde nicht nur von Bundesministerin Dorothea Bär, sondern auch von NRW-Ministerpräsident Laschet besucht und von beiden als extrem wichtiges Ereignis gefeiert. Kein Wunder: Es handelt sich um eine Wachstumsbranche mit einem Umsatzplus von 17%! Im ersten Halbjahr 2018 stieg der Umsatz in Deutschland auf 1,5 Milliarden Euro. Die Kunden kaufen nicht nur Spiele, sie generieren auch Zuwachs bei Mobilfunk und Geräten. Besonders interessant: Für Spiele, die zunächst gar nichts kosten, kaufen angefixte Gamer im Verlauf des gamings „Hilfsmittel“ wie Zauberstäbe, Superwaffen und Stärkungsmittelchen aller Art, um in der Spielewelt grandioser auftreten zu können.

Ich wundere mich: Das ganz schöne Geld! Die vielen Stunden! All die verpassten Gelegenheiten sich in der analogen Welt, Abenteuer, Genuss und Anerkennung zu verschaffen! Aber wie gesagt: Ich verstehe nichts davon.

Bernhard Suttner

Bernhard Suttner

Jahrgang 1949, studierte Politikwissenschaft, Pädagogik sowie Christliche Gesellschaftswissenschaften und arbeitete anschließend als freiberuflicher Referent in der Erwachsenenbildung. 1978 gehörte er zu den Gründern der „Grüne Aktion Zukunft“, verließ diese 1980 wieder und gründete 1982 die ÖDP mit. Von 1991 bis 2011 war er Landesvorsitzender der ÖDP Bayern. Seit 2011 ist er ihr Fachbeauftragter für Grundsatzfragen.

 

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