ÖkologiePolitik: Digitalisierung und KI
21. Mai 2026
Digitalisierung und KI: Wer kontrolliert wen?
Liebe Leserinnen und Leser,
durch das Aufkommen und die Verbreitung künstlicher Intelligenz (KI) rückt die Digitalisierung unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt gesellschaftlicher Aufmerksamkeit und Debatten. Zweimal war die KI in diesem Jahr schon Titelthema des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“: Im Februar warnte er unter dem Titel „Tödliche Intelligenz“ vor einer Machtübernahme der Computer und vor einer Auslöschung der Menschheit, im April unter dem Titel „Macht die KI uns dumm?“ vor einer Degenerierung unseres Gehirns und unseres Denkvermögens.
Diese ÖkologiePolitik-Ausgabe geht der Frage nach, was die Digitalisierung mit unserer Demokratie macht. Dabei droht die Gefahr wohl vor allem von den Menschen hinter der Digitalisierung: von Elon Musk, Peter Thiel & Co. Diese verachten unsere Demokratie, unterstützen autoritäre Bewegungen und Parteien, wollen den Menschen neu erfinden und unsere Gesellschaften radikal umgestalten. Über ihre Technologien können sie das öffentliche Bewusstsein und damit die Politik massiv beeinflussen – mit KI künftig noch wirksamer.
Vor allem Thiel propagiert offen neue politische Leitbilder, hält wirre pseudoreligiöse Vorträge und inszeniert sich als Verteidiger der Freiheit. Unter der versteht er allerdings etwas anderes als wir, nämlich unternehmerische Freiheit. Und Demokratie hält er für ein ärgerliches Hemmnis: „Ich glaube nicht mehr, dass Freiheit und Demokratie vereinbar sind.“ Er will einen schwachen Staat. Doch das würde nicht größere Freiheit für alle bedeuten, sondern nur für wenige: neue Machtverhältnisse, intransparent, unkontrollierbar.
Das wäre das Ende unserer Demokratie. Und ist deshalb nicht hinnehmbar. Um unsere Demokratie zu verteidigen, braucht es zum einen Rückbesinnung auf ihre Grundprinzipien: politisches Bewusstsein, Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt, öffentliche Debatten, Austausch von Argumenten, freie Wahlen, Transparenz. Und zum anderen eine entschiedene Begrenzung und Kontrolle digitaler Macht. Hierfür müssen wir deren Logik verstehen. Dazu will diese ÖkologiePolitik-Ausgabe beitragen.
Viel Spaß beim Lesen, Nachdenken und Diskutieren wünschen Ihnen Ihre
Günther Hartmann und Jan Altnickel
ÖkologiePolitik im Dialog am 21. Juli 2026 zum Thema „Digitalisierung und KI“
Im Jahr 1981 veröffentlichte das US-amerikanische Unternehmen IBM mit dem „IBM Personal Computer“ den ersten „PC“, was so viel heißt wie „persönlicher Rechner“. Dieser Computer erlangte weltweit eine große Verbreitung. Heutzutage tragen die meisten Menschen täglich eine „Rechenmaschine“ mit beleuchtetem Display mit sich herum, die über ein Vielfaches an Leistung und Funktionen verfügt. Aber wir Menschen haben noch längst nicht genug, weil die „Digitalisierung“ weitere große Entwicklungsschritte verspricht.
Gleichzeitig ist es kein Geheimnis, dass die technologischen „Fortschritte“ Licht und Schatten mit sich bringen. Wie soll die Reise weiter gehen? Was sollte entwickelt oder verstärkt werden? Was sollte begrenzt oder verboten werden?
In einer Online-Veranstaltung am 21.07.2026 um 19:00 Uhr zur neuen Ausgabe der ÖkologiePolitik mit dem Titel „Digitalisierung und KI“ möchten wir Anregungen für die gesellschaftliche Debatte solcher Fragen liefern.
Zur inhaltlichen Einstimmung auf die Ausführungen unserer Gesprächsgäste bietet sich die Lektüre der Artikel von Manuela Ripa, Thomas Löb und Dr. Andrea Brieger an. Klicken Sie dafür auf den jeweiligen Link „zum Beitrag“, oder bestellen Sie sich gleich das ganze Heft im ÖDP-Shop (Tipp: ab 10 Exemplaren zum Verteilen kostet das einzelne Heft nur 1,11 Euro).
- Manuela Ripa: Die studierte Juristin konnte in verschiedenen politischen Institutionen sowie am Europäischen Gerichtshof Erfahrungen sammeln. Im Juli 2020 zog sie als Nachfolgerin von Prof. Dr. Klaus Buchner für die ÖDP ins Europäische Parlament ein. Ihre Schwerpunkte liegen auf einem besseren Schutz des Klimas, der Umwelt, der Biodiversität, des Tierwohls und der Verbraucher. Seit 2024 gehört sie zudem als Beisitzerin dem ÖDP-Bundesvorstand an (zum Beitrag).
- Thomas Löb: Von der Landschaftsarchitektur, über die Kongress- und Messeorganisation bis hin zur Kultur- und Bildungsarbeit verfügt er über einen breiten beruflichen Erfahrungsschatz. Außerdem ist er Landesvorsitzender der ÖDP Brandenburg. Sein Thema: „Deepfakes – Angriff auf die Wahrheit, Gefahr für unsere Demokratie“ (zum Beitrag).
- Dr. Andrea Brieger: Nach einem Geschichtsstudium und einer Promotion in Rechtswissenschaft arbeitet sie heute als Datenschutzbeauftragte. Seit 2021 ist sie Landesvorsitzende der ÖDP Berlin. Bei uns spricht sie über aktuelle EU-Gesetzgebung: „Digital-Omnibus – Kniefall vor den Tech-Konzernen“ (zum Beitrag).
Wenn Sie am 21.07.2026 den Konferenzraum der Veranstaltung betreten möchten*, klicken Sie bitte auf folgende Schaltfläche:
ÖkologiePolitik im Dialog: Digitalisierung und KI* Hinweise: Einlass ab 18:50 Uhr. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und die Aufzeichnung veröffentlicht; wer nicht erkennbar sein will, kann sich mit einem fiktiven Namen anmelden.
Teilnahme per Telefon:
- Telefonnummer wählen: 02195 9449964
- PIN eingeben: 964 220 954
Falls Sie die viermal im Jahr erscheinende ÖkologiePolitik noch nicht regelmäßig bekommen, können Sie die Printausgabe für 20,- Euro oder die PDF-Version für 10,- Euro im Jahr abonnieren und sind damit immer bestens für „ÖkologiePolitik im Dialog“ vorbereitet.
ÖkologiePolitik abonnieren
Werfen Sie gleich einen Blick in die Ausgabe zum Thema …
Digitalisierung und KI in der ÖkologiePolitik
Inhalt der ÖkologiePolitik 203









