Vorstand des neu gegründeten ÖDP-Kreisverbands Main-Kinzig (von links): Dr. Ralf Grünke (Vorsitzender), Sabine Pfeiffer (2. stv. Vorsitzende), Christian Maiwald (1. stv. Vorsitzender). Foto: Werner Fingerle
Vorstand des neu gegründeten ÖDP-Kreisverbands Main-Kinzig (von links): Dr. Ralf Grünke (Vorsitzender), Sabine Pfeiffer (2. stv. Vorsitzende), Christian Maiwald (1. stv. Vorsitzender). Foto: Werner Fingerle

Kommunal

Neuer Kreisverband Main-Kinzig in Hessen gegründet

Mit 7,84 Prozent der Stimmen erzielte die ÖDP zuletzt für den Ortsbeirat in Windecken ein besseres Ergebnis als die AfD bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung in Nidderau. Nun hat sich der Kreisverband Main-Kinzig gegründet und will für mehr demokratische Beteiligung werben. Zwei der drei Vorstandsmitglieder sind erst kürzlich beigetreten.

Zum ersten Vorsitzenden des neuen Kreisverbands wählten die Mitglieder aus dem Main-Kinzig-Kreis den bisherigen ÖDP-Ortsbeauftragten für Nidderau, Dr. Ralf Grünke. Erster stellvertretender Vorsitzender wurde Christian Maiwald, der noch im März als Parteiloser für die ÖDP auf Listenplatz zwei zur Ortsbeiratswahl in Windecken angetreten war und am 23. Mai – dem Geburtstag des Grundgesetzes – seinen Beitritt erklärte. Ebenfalls neu in der ÖDP ist Sabine Pfeiffer aus Schöneck, die bei der Gründungsversammlung zur zweiten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde.

 

Volksbegehren für eine „löwenstarke Demokratie“ in Hessen

Die Glückwünsche des Landesvorstands überbrachte der hessische ÖDP-Chef Markus Hutter, der die Versammlung am Freitag, den 3. Juli 2026, im Restaurant Hessenschmaus in Nidderau auch leitete. Er berichtete außerdem über das Bündnis „Löwenstarke Demokratie“, welches ein Volksbegehren in Hessen vorbereitet. Dadurch sollen direkte Mitbestimmung vor Ort verbessert, Verfahren vereinfacht und echte Bürgerbeteiligung gewährleistet werden. Die hessische ÖDP beteiligt sich an der Initiative, der neue Kreisverband will unterstützen.

 

Menschen für demokratisches Engagement gewinnen

Was er sich von der Arbeit des Kreisverbands erhofft, ließ Grünke schon wenige Tage vor seiner Wahl zum Kreisvorsitzenden erkennen. In einem Social-Media-Post warf er die Frage auf: „MKK lautet das Kürzel für den Main-Kinzig-Kreis. Aber wofür könnten diese drei Buchstaben noch stehen?“ Darauf nannte er gleich selbst einige Ideen: „Menschlichkeit kennt Kompass“, „Mut, Klima, Kultur“, „Mitgefühl, Klarheit, Kreislaufwirtschaft“, „Mitreden, kümmern, kooperieren“ und „Miteinander Kommunal-Kompetenz“.

Der neue Vorstand verständigte sich darauf, mehr Menschen für demokratisches Engagement jenseits von Populismus und Extremismus gewinnen zu wollen. Es gelte, sichtbar zu sein und sich mit eigenen Lösungsvorschlägen am politischen Diskurs zu beteiligen.

 

Dr. phil. Ralf Grünke

Vorsitzender ÖDP-Kreisverband Main-Kinzig

 


 

Über den Autor bzw. die Autorin:

Mehr ÖkologiePolitik

Archiv der Online-Beiträge