Neues aus dem Europaparlament


Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Die Zusammenarbeit der EU mit dem Iran beschäftigt mich gerade sehr. Im Oktober hatte das Europäische Parlament einen Bericht zur Strategie gegenüber dem Iran verabschiedet. Gerade nach dem Abschluss des Nuklearabkommens ruhen die Hoffnungen vieler junger Iranerinnen und Iraner auf der Öffnung ihres Landes. Nur so kann die soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation verbessert werden. Die iranische Führung muss im Gegenzug unbedingt die Lage der Menschenrechte verbessern. Meine Fraktion und ich fordern die Freilassung aller politischen Gefangenen und außerdem eine unabhängige und faire Justiz. Umweltschutz und die Förderung einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung müssen ebenfalls unbedingt vorangetrieben werden.

Meine Mitarbeiterin Angelika Demmerschmidt (Mitte) zu Gast bei der ÖDP München-Land. Links Bernd Knatz, rechts Ursula Esau. Foto: Caroline Lettenmayer

Auch das Thema Mobilfunk hat mich gefordert: So habe ich mich gegen den Vorschlag von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka gestellt, Schulen flächendeckend mit WLAN zu versorgen. Diese Idee ist nicht nur pädagogisch unsinnig, sondern spielt auch mit der Gesundheit. Im Rahmen des Fachs Informatik sollten die Schülerinnen und Schüler durchaus lernen, die Digitalisierung für sich zu nutzen. Eine Durchseuchung aller Schulfächer mit digitalen Inhalten ist aber nicht notwendig. Ein Buch ist für die Vermittlung von Wissen sehr viel besser geeignet als ein Bildschirm. Kinder und Jugendliche hantieren in ihrer Freizeit sowieso ständig mit Computern und Smartphones. Zahlreiche Studien kommen zu demselben Ergebnis: Schüler, die in der Schule ihr Smartphone nicht benutzen dürfen, lernen besser und fühlen sich wohler. Der Neurowissenschaftler Spitzer spricht in Bezug auf Wankas Pläne von einer Maßnahme, die zu einer Verdummung der Schüler und zu einer Bildungskatastrophe führen würde.

Ich bin außerdem dagegen, zukünftig in allen öffentlichen Verkehrsmitteln WLAN anzubieten. Da es sehr viele elektrosensible Menschen gibt, brauchen wir „weiße Zonen“, in denen es keinen Empfang für mobile Endgeräte geben soll. In diese Abteile können sich dann Menschen zurückziehen, die elektrosensibel sind oder sich entspannen möchten. Zwar sind die Grenzwerte für Mobilfunk in Deutschland – gemessen an vielen anderen Ländern – zu hoch und belasteten unnötig die Gesundheit der Menschen, aber nicht jeder reagiert darauf mit Beeinträchtigungen. Allerdings könnte früher oder später jeder von gesundheitlichen Problemen betroffen sein, deren Ursache eine zu hohe Strahlenbelastung ist. Ich hoffe sehr, dass es irgendwann ein Umdenken gibt und die Gefahren der Strahlungen vom Gesetzgeber ernster genommen werden. Selbst der Elektronikkonzern Apple hat einräumen müssen, dass es besser sei, iPhones etwas weg vom Ohr zu halten, um die Strahlung zu minimieren.

Des Weiteren steht das Thema Massentierhaltung und Antibiotikaresistenzen ganz oben auf meiner Agenda. Im Rahmen der Kampagne „Klaus graust’s“ reist meine Mitarbeiterin Angelika Demmerschmidt in viele ÖDP-Kreisverbände, um Vorträge zu halten und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Mehr Infos: http://klausgrausts.eu/

Es grüßt Sie herzlich

Ihr
Klaus Buchner

 

 

Prof. Dr. Klaus Buchner

Jahrgang 1941, war von 1973 bis 2006 als Professor an der TU München tätig und erhielt für seine wissenschaftliche Arbeit zahlreiche Auszeichnungen. In die ÖDP trat er 1983 ein, war von 2003 bis 2010 ihr Bundesvorsitzender und errang 2014 als Spitzenkandidat ein Mandat im Europaparlament, wo er nun Mitglied der Fraktion Grüne/EFA ist. Seine Themenschwerpunkte sind Auswärtige Angelegenheiten, Menschenrechte, Sicherheit und internationaler Handel.

 

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Website: http://www.klausbuchner.eu