Der Plenarsaal des Baden-Württemberger Landtags in Stuttgart. Foto: --Mike Ax (Diskussion) 09:38, 2. Apr. 2017 (CEST), Copyrighted free use, via Wikimedia Commons

LänderÖDP

Wahlergebnis bleibt hinter Erwartungen zurück – Blick geht nach vorne

Die Landtagswahl Baden-Württemberg ist für die ÖDP enttäuschend verlaufen: 9.370 (= 0,2 %) Wählerinnen und Wähler haben uns ihre Stimme gegeben. Die elf Direktkandidatinnen und -kandidaten haben zusammen genommen 5.701 Stimmen (= landesweit 0,1 %) erhalten. Wir danken allen, die uns gewählt haben! Die einzelnen Ergebnisse finden Sie hier: www.oedp-bw.de/wahlen/landtagswahl-2026

Der Wahlkampf zur Landtagswahl Baden-Württemberg war zunehmend polarisiert und drehte sich am Ende nur noch um die Frage, wer Ministerpräsident wird. Letztendlich setzte sich mit Cem Özdemir der beliebtere der beiden Kandidaten durch. Die meisten anderen Parteien gerieten bei dem Zweikampf zwischen den Grünen und der CDU und deren Ministerpräsidenten-Anwärtern unter die Räder, zumal sich Cem Özdemir – entgegen den Tatsachen – als parteiunabhängig präsentierte. Speziell für die ÖDP kommt erschwerend hinzu, dass die Grünen in Baden-Württemberg sehr pragmatisch agieren. Dass es bei genauerem Hinsehen deutliche Unterschiede zur ÖDP-Politik gibt, ist der breiten Öffentlichkeit schwer zu vermitteln.

 

Auswirkungen des neuen Wahlrechts

Bei der Bewertung des Wahlergebnisses ist zu bedenken, dass nach einem neuen Wahlrecht gewählt wurde: Bei dieser Wahl waren erstmals – wie in den meisten anderen Bundesländern – zwei Stimmen zu vergeben: die letztendlich entscheidende Zweitstimme für die Partei mit ihrer Landesliste und die Erststimme für den Direktkandidaten bzw. die Direktkandidatin. 21 Parteien sind mit einer Landesliste angetreten, bei den vergangenen Wahlen standen gewöhnlich nur 10–15 Parteien auf dem Wahlzettel. Die Erklärung liegt auf der Hand: Für die Landesliste waren landesweit nur noch 2.000 Unterstützungsunterschriften zu sammeln. Bisher waren es für einen flächendeckenden Antritt 10.500 (= 150 für jeden der 70 Wahlkreise), was in jeder Hinsicht ein riesiger Aufwand war.

Zahlreiche Bürgergespräche und Pommes-Wahlparty: Direktkandidatin Carina Menakker gestaltete ihren Wahlkampf besonders kreativ. Als Lohn erhielt sie beachtliche 1,4 % Erststimmen (Zweitstimmen: 0,4 %). Herzlichen Glückwunsch! Grafik/Foto: Carina Menakker
Zahlreiche Bürgergespräche und Pommes-Wahlparty: Direktkandidatin Carina Menakker gestaltete ihren Wahlkampf besonders kreativ. Als Lohn erhielt sie beachtliche 1,4 % Erststimmen (Zweitstimmen: 0,4 %). Herzlichen Glückwunsch! Grafik/Foto: Carina Menakker

Bei solchen Rahmenbedingungen war klar, dass wir auffallen und uns irgendwie durchsetzen mussten. Wir haben versucht, eine Zweitstimmen-Kampagne zu fahren, mit möglichst bekannten und angesehenen Direktkandidatinnen und Direktkandidaten. Auch haben wir die mehrdeutige „Wir haben genug“-Werbekampagne vorweg auf die gewünschte Wirkung getestet. Die politische Großwetterlage lief aber den kleineren Parteien mit dem Nahen des Wahltags immer stärker entgegen. Deutlich geworden ist, dass es – auch bei widrigen Wetterbedingungen – eines engagierten Wahlkampfs bedarf. Insofern danken wir für jede Art der Unterstützung!

 

Verbesserter Auftritt in den sozialen Medien

Die Landtagswahl hat aber auch Positives mit sich gebracht. Insbesondere sind die Weichen für einen professionelleren Auftritt in den sozialen Medien gestellt worden. Die positiven Entwicklungen werden wir Ihnen in der nächsten Ausgabe der ÖkologiePolitik vorstellen. An ihnen gilt es anzuknüpfen.

 


 

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