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Hilfe für Hunde und Katzen – Petition unterschreiben!
16. September 2026
Das Problem ist riesig: Hunde und Katzen werden ausgesetzt, Welpen werden illegal gehandelt, Tiere leiden ihr Leben lang unter Qualzucht. Entlaufene und ausgesetzte Tiere landen im Tierheim und können den Eigentümern nicht zugeordnet werden. Zudem bringt dies die Tierheime an den Rand der Leistungsfähigkeit und den Kommunen ein großes Finanzierungsproblem. Das muss nicht sein. Eine Lösung ist in Sicht:
Am 28. April stimmte das Europäische Parlament mehrheitlich für die neue EU-Verordnung zum Wohlergehen von Hunden und Katzen und zu ihrer Rückverfolgbarkeit. Die neuen EU-Regeln sind ein Meilenstein für den Tierschutz. Zum ersten Mal werden EU-weit verbindliche Mindeststandards geschaffen, die festlegen, wie Hunde und Katzen gezüchtet, gehalten, verkauft und registriert werden müssen. Sie sind damit ein wichtiges Instrument gegen den illegalen Welpenhandel. Zudem werden durch die Registrierungspflicht Tierheime entlastet, da zugelaufene Tiere zugeordnet werden können. Dadurch werden letztendlich auch Kommunen und damit auch die Steuerzahler entlastet, die für Fundtiere aufzukommen haben. Das grausame Aussetzen von Tieren sollte nun ebenfalls der Vergangenheit angehören. Tierschutzorganisationen fordern
die Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht teilweise schon seit 20 Jahren. Darum verbuche ich es als großen Erfolg für die „ÖDP – die Naturschutzpartei“, dass ich als Berichterstatterin des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments einen wichtigen Beitrag zur Verabschiedung der neuen Regeln liefern konnte. Zentral ist die verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen mittels Mikrochip. Die Chip- und Registrierungspflicht, auch für privat gehaltene Hunde und Katzen, habe ich eingebracht und im Verlauf des gesamten Gesetzgebungsprozesses als wesentlichen Baustein verteidigt – letztlich mit Erfolg. Nur so können der illegale Welpenhandel, unseriöse Zuchtpraktiken und das Aussetzen von Tieren wirksam bekämpft und damit Tierheime entlastet werden. Der Vorschlag der EU-Kommission hatte die Chip- und Registerungspflicht nur beim Verkauf der Tiere vorgesehen.
Das Ausmaß gibt zu denken: 1,3 Milliarden Euro werden jährlich mit dem Verkauf von Katzen und Hunden in der EU umgesetzt. Dabei ist der Graubereich bzw. der illegale Handel gigantisch. Laut der Tierschutzorganisation Vier Pfoten gibt es für knapp 80 % der jährlich rund 6 Millionen gehandelten Hunde in der EU keine nachvollziehbaren Herkunftsquellen. Die oft kranken und nicht geimpften Hunde, die bei Razzien gegen den illegalen Welpenhandel beschlagnahmt werden, verursachten laut Deutschem Tierschutzbund in den vergangenen Jahren allein in Deutschland Kosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro!
Allerdings überwiegen in den Tierheimen die Fundtiere und viele Heime melden Überbelegung. Besonders bei Katzen ist die Zahl der Fundtiere hoch. Viele Freigängerkatzen sind nicht registriert, weswegen die Besitzverhältnisse schwer auszumachen sind. Eine weibliche, unsterilisierte Katze kann innerhalb von fünf Jahren insgesamt über 12.000 Nachkommen haben, wenn man alle Würfe ihrer Kinder und Kindeskinder miteinberechnet. Während die Kosten für die Versorgung eines einzelnen Tieres im Tierheim mehr als 1.000 Euro jährlich betragen können, kostet das Chippen einmalig 20 Euro und das Sterilisieren/Kastrieren 150 Euro.
Mit Petition unnötiges Tierleid vermeiden
So erfreulich die neuen EU-Regeln sind, so problematisch sind die langen Übergangsfristen.
Um den Druck auf Bundesregierung und Bundestag zu erhöhen, die Regeln schon früher umzusetzen, was laut EU-Recht möglich ist, haben wir als ÖDP eine Petition lanciert. Damit wollen wir an den Erfolg auf Brüsseler Ebene anknüpfen. Bitte unterstützt die Petition und macht Eure Freunde und Bekannten sowie Tierschutzvereine in Eurer Region darauf aufmerksam! Um Euch ein Bild über die teilweise katastrophal überlasteten Tierheime zu machen, könnt Ihr Einrichtungen in Eurer Nähe besuchen. Falls Ihr selber einen Hund oder eine Katze habt, macht gerne ein Foto von Euch mit Eurem Tier und postet es, gemeinsam mit einem Aufruf zum Unterschreiben der Petition, auf Social Media.
Weil wir unsere Tiere lieben, begnügen wir uns nicht damit, die neuen EU-Regeln zu begrüßen. Vielmehr verlangen wir, dass sie so schnell wie möglich in nationales Recht überführt werden. Sie sind ein wichtiger Schritt zu mehr Mitgefühl, mehr Verantwortung und mehr Respekt gegenüber Lebewesen, die vollständig auf unseren Schutz angewiesen sind.
Manuela Ripa
Mitglied des Europäischen Parlaments
sowie des Bundesvorstands der ÖDP
Mehr Informationen und den Link zur Petition gibt es hier:





