Beim ÖDP-Schulungswochenende wurden die Teilnehmer fit gemacht für Leitungsaufgaben z. B. in Kreis- und Landesvorständen. Das Rahmenprogramm mit einem Grillabend stärkte die Gemeinschaft. Und ein Gruppenbild durfte natürlich nicht fehlen. Foto: Helmut Kauer

BundesverbandÖDP

Gemeinsam mehr bewegen: Strategien für starke ÖDP-Vorstände

Es wäre auch ohne Vorträge interessant gewesen: Alleine die intensiven Gespräche in den Pausen und an den Abenden waren die Reise nach Neuendettelsau wert. So die Rückmeldung einiger Teilnehmer.

Im Juni 2026 fand ein Schulungswochenende der Bundes-ÖDP mit dem Titel „Gemeinsam mehr bewegen: Strategien für starke ÖDP-Vorstände“ im Haus Lutherrose in Neuendettelsau statt. Die ausgebuchte Veranstaltung war als Workshop zur Vorstandsarbeit in der ÖDP geplant. Am Seminar nahmen Vorstandsvorsitzende, Vorstandsmitglieder und solche, die es werden wollen, teil. Auch für Landesvorstandsmitglieder war die Veranstaltung kurzweilig.

Es passierte so einiges rund um das Seminarprogramm: Der Abend mit dem gemeinsamen Grillen – auch für Veganer – wird den Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben. Bleibend im Haus Lutherrose ist ebenso die Aktion der Teilnehmer, im Garten der Tagesstätte eine Blumenwiese zu säen. Auch die Präsentation des „Demokratie.wagens“ war eines der Highlights der Veranstaltung.

 

Schulungsangebote für die Parteiarbeit

Angeboten wurde ein umfangreiches Seminarprogramm, in dem die Basics für die ÖDP-Vorstandsarbeit diskutiert wurden.

Der Bundesvorsitzende der ÖDP, Günther Brendle-Behnisch, stellte zu Beginn der Veranstaltung die aktuelle Strategie des ÖDP-Bundesvorstands für eine starke Zukunft unserer Partei vor und zur Diskussion. Hierbei ging er insbesondere auf das Ziel der ÖDP zur Veränderung zu einer ökologischen und sozialen Gesellschaft ein. Die fünf Handlungsfelder stellen Wege zum Ziel dar: Teilnahme an Wahlen, Aktivitäten der direkten Demokratie, der Klageweg, die Beeinflussung der Parteien in Parlamenten und die Arbeit als außerparlamentarische Opposition. Gerade aber die vielen kommunalen Mandate und der Sitz im Europaparlament geben der ÖDP deutlichen Einfluss.

Der ÖDP-Generalsekretär, Dr. Claudius Moseler, selbst direkt gewählter Ortsvorsteher, gab wichtige Impulse zur ÖDP-Politik in Stadt und Land. Er stellte anhand von Beispielen dar, wie diese konkret gestaltet werden kann. Auch referierte er über die Rolle von Vorständen in der ÖDP.

Der Landesvorsitzende der ÖDP Hamburg, André Bujok, führte die Teilnehmenden zu einem Perspektivwechsel. Er stellte das Grundsatzprogramm als die große und beständige Vision der ÖDP in einer anderen Sichtweise zur Diskussion.

Prof. Dr. Herbert Einsiedler, Bundesvorstandsmitglied und Kreisvorsitzender in Düsseldorf und am Niederrhein, diskutierte mit den Teilnehmenden das Thema Öffentlichkeitsarbeit. Er ging der Frage nach, wie man Öffentlichkeit für die ÖDP aufbauen kann und welche Wege es zur erfolgreichen Arbeit mit Redaktionen, Pressemitteilungen und den sozialen Medien gibt. Wichtig sei hierbei für die ÖDP der Aufbau einer „Gegenöffentlichkeit“, da die etablierte Presse das Konzept der „Abgestuften Chancengleichheit“ verfolge.

Die kaufmännische Geschäftsführerin der ÖDP, Doris Hüben-Holomos, behandelte das Thema Finanzen und wie mit effizienten Abrechnungen die Finanzausstattung der ÖDP verbessert werden kann.

Julia Krauss von der Bundesgeschäftsstelle und Helmut Kauer vom Bundesvorstand gaben den Teilnehmern eine Einführung in die Mitgliederverwaltung der ÖDP.

Viktoria Anhalt, in der Bundesgeschäftsstelle für den Werbemittelshop verantwortlich, stellte die Werbemittel und den Webshop in der ÖDP dar.

Der „Demokratie.wagen“ der ÖDP kann auf unterschiedlichste Weise für politische Aktionen genutzt werden und steht allen ÖDP-Verbänden zur Verfügung.
Das Team „Demokratie.wagen“ hat eine Reihe von thematischen Konzepten für den Einsatz des Wagens ausgearbeitet. Foto: Helmut Kauer

Die 1. stellv. Bundesvorsitzende, Kirsten Elisabeth Jäkel, führte, gemeinsam mit dem ÖDP-Pressesprecher, Gerd Pfitzenmaier, die Teilnehmenden in das Projekt „Demokratie.wagen“ und dessen Nutzungsmöglichkeiten ein. Dabei wurde deutlich, dass dieser „Demokratie.wagen“ weit mehr ist als ein Infostand auf Rädern.

Mit Martin Truckenbrodt waren die Teilnehmenden online unterwegs in der ÖDP: Er vermittelte Einblicke in IT-Infrastruktur, Webseiten und deren Ausgestaltung für eine gute Außenwirkung. Martin Truckenbrodt stellt auch sein Angebot für spezielle Seminare regelmäßig auf die Webseite der Bundes-ÖDP. Wer Interesse hat, kann gerne daran teilnehmen.

Der 2. stellv. Bundesvorsitzende, Helmut Kauer, vermittelte den interessierten Zuhörern mannigfaltige Informationen rund um die ÖDP-Mitgliederplattform „orangeaktiv“. Diese besteht aus Wiki, Forum, Dateiablage, Sharepic-Generator, Umfrage-Tools, Videokonferenz-Planungstool und Profilbild-Generator.

Auch der ÖDP-Jugendverband, die JÖ, stellte ihre Arbeit den Teilnehmenden vor. Andrea Gilg und Wolfgang Schaefer, die Doppelspitze des JÖ-Bundesvorstands, gab einen Einblick in die Arbeit der Nachwuchsorganisation. Insgesamt war die JÖ mit einem Achtel der Teilnehmenden auf dem Workshop-Wochenende erfreulich gut vertreten.

 

Schulungswochenende verpasst? Kein Problem!

Viel Information, viel Kommunikation und eine gehörige Portion Spaß prägten das Wochenende. Demnächst folgt der nächste Durchgang. Es ist schon mal nicht verkehrt, sich unverbindlich auf die Liste der an einer Teilnahme Interessierten zu setzen. Einfach eine E-Mail an schreiben.

Prof. Dr. Herbert Einsiedler

Mitglied des Bundesvorstands der ÖDP

 

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