An alle Mitglieder

Christoph Raabs. Foto: ÖDP Bundespressestelle.

Liebe ÖDP-Mitglieder,
liebe Freundinnen und Freunde,

die ersten Wochen im neuen Jahr sind vorüber und für die ÖDP gibt es in mehrerlei Hinsicht Grund zu großer Freude.

Alles wird überstrahlt vom phänomenalen Erfolg des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ zum Erhalt der Artenvielfalt in Bayern. Die Eckdaten dieses Erfolges seien noch einmal erwähnt: Mit über 1.7 Millionen Unterstützern haben sich mehr Menschen als je zuvor bei einem bayerischen Volksbegehren dafür ausgesprochen, dass wir in Sachen Naturschutz und Bewahrung der Schöpfung endlich Ernst machen! Dieser grandiose Triumph ist einer Vielzahl von aktiven lokalen Aktionsbündnissen zu verdanken, in denen ganz oft ÖDP-Mitglieder tragende Rollen innehatten. Nach anfänglichem Zögern sind auch die großen Naturschutzverbände ins Bündnis eingestiegen, was auch der Verhandlungskunst der Beauftragten des Volksbegehrens, unserer Stellvertretenden Bundesvorsitzenden Agnes Becker, zu verdanken ist.

An sie geht daher auch auf diesem Wege noch einmal mein ganz besonderer Dank: Liebe Agnes, du hast dich in den vergangenen Wochen bis über die Grenzen deiner Belastbarkeit hinaus für unsere gemeinsame Sache eingesetzt. Sehr viele Menschen, auch von außerhalb unserer Partei, werden dir das niemals vergessen!

Im gleichen Atemzug muss aber auch ein Verband erwähnt werden, der nun zum wiederholten Male eine sehr unrühmliche Rolle gespielt hat, wenn es um die Interessen der Landwirte und des Naturschutzes ging. Die Spitze des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) hatte es sich während der Eintragungsphase zur Aufgabe gemacht, auf jede erdenkliche Art und Weise die Landwirte zu verunsichern sowie die Unterstützer des Volksbegehrens zu diskreditieren, um damit einen Keil zwischen Bevölkerung und Bauern zu treiben. Dies ist leider vielerorts gelungen, es wurde ohne Not Porzellan zerschlagen und viel Unmut hervorgerufen. Im Gegensatz dazu freut mich ganz besonders, dass es mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) eine Vertretung des Bauernstandes gibt, die wirklich für die Interessen der kleinen und mittleren Familienbetriebe arbeitet. Und es ist dann wohl kein Zufall, dass einige der führenden Köpfe der AbL auch Mitglieder der ÖDP sind und auf diese Weise zur Verständigung zwischen Landwirten und Umweltschützern beitragen, was auch mir persönlich sehr wichtig ist.

Überhaupt, Stichwort Mitglieder: Die Geschäftsstelle in Würzburg wird derzeit von Mitgliedsanträgen fast überschwemmt! Während ich diese Zeilen schreibe, hat die Partei schon über 6.700 Mitstreiter und ich habe die begründete Hoffnung, dass wir im Laufe dieses Jahres die 7.000er-Grenze überschreiten. Der Zuwachs betrifft fast alle Landesverbände. Auch aus diesem Grund ist es, nach etwas holprigem Start, äußerst überzeugend gelungen, die benötigten 4.000 Unterschriften für die Zulassung zur EU-Wahl zu organisieren. Am Ende lagen in Mainz über 6.000 Unterschriften vor. Dafür möchte ich mich recht herzlich bei allen bedanken, die dies ermöglicht haben.

Es kommt nun darauf an, bis Ende Mai mit einem geschlossenen und konsequenten Wahlkampf auf den Straßen und im Internet viele Menschen für uns und unsere Botschaften zu begeistern. Leider – und dies ist ein kleiner Wermutstropfen in die Erfolgsmeldungen hinein – konnte der Bundesverband bisher noch nicht restlos alle Mitglieder der ÖDP von den Erfolgschancen unseres Wahlkampfkonzeptes überzeugen. So bleibt mir an dieser Stelle nur noch ein Appell: Gemeinsam sind wir stark und nur gemeinsam können wir die Gunst der Stunde diesmal für uns, für unsere ÖDP nutzen. Die öffentliche Meinung beschert uns derzeit enormen Rückenwind. Setzen wir daher die Segel, anstatt uns über deren Farbe und Muster zu streiten.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr

Christoph Raabs
Bundesvorsitzender

Christoph Raabs

Christoph Raabs ist seit 1989 politisch aktiv und seit 2001 Mitglied in der ÖDP. Im Mai 2018 wurde er zum Bundesvorsitzenden der ÖDP gewählt. Zuvor war er Bundesschatzmeister. Raabs ist verheiratet, lebt in Neustadt bei Coburg und arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Landwirtschaft.

 

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