„Salvator mundi“

Jesus von Nazareth ist eine historische Person. Gläubige Christen sind davon überzeugt, dass er in ganz besonderer Weise mit Gott zu tun hat. Seine Predigten, seine Lehren vor allem seine Bilderzählungen („Gleichnisse“) gehören zum Weisheitsschatz der Menschheit. Viele seiner besonders bekannten Bildworte warnen vor der Überschätzung materieller Güter: „Eher kommt ein Kamel durch´s Nadelöhr als ein Reicher in das Himmelreich!“ Oder seine Aufforderung, dem Leben durch Hilfe für Notleidende Sinn zu geben: „Sammelt euch Schätze, die weder Rost noch Motten zerfressen.“

Jetzt hat jemand für ein Bild des „Weltenheilands“ 450 Millionen Dollar hingelegt – ein Spiel unter Oligarchen, Spekulanten und womöglich auch Steueroasennutzern… Direkter und intensiver hätte man angesichts des Zustandes der Welt und der schreienden Not so vieler Menschen nicht ausdrücken können, dass man diesen Jesus von Nazareth und seine Lehre faktisch missachtet.

Bernhard Suttner

Bernhard Suttner

Jahrgang 1949, studierte Politikwissenschaft, Pädagogik sowie Christliche Gesellschaftswissenschaften und arbeitete anschließend als freiberuflicher Referent in der Erwachsenenbildung. 1978 gehörte er zu den Gründern der „Grüne Aktion Zukunft“, verließ diese 1980 wieder und gründete 1982 die ÖDP mit. Von 1991 bis 2011 war er Landesvorsitzender der ÖDP Bayern. Seit 2011 ist er ihr Fachbeauftragter für Grundsatzfragen.

 

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