Fußball, Menschenrechte und sonstige Tatsachen…


Die Fußballeuropameisterschaft 2024 wird also – zur Freude fast aller – in Deutschland ausgetragen. Nicht zum Zug kam erneut die Türkei. Über die Gründe sind sich die Fachleute einig: Deutschland hat die bessere Menschenrechtslage und erlaubt Alkoholwerbung. Da Fußballgroßereignisse in der Vergangenheit auch schon in Ländern mit schlechter Menschenrechtslage stattfanden, wird vielleicht die Sache mit der Alkoholwerbung eine größere Rolle gespielt haben als man auf den ersten Blick glaubt. In der Türkei ist Werbung für Alkohol nämlich seit 2014 verboten. Fußball ohne Alkoholwerbung? Schwer denkbar.

In Deutschland scheitern regelmäßig alle Vorstöße, die Werbung für die Alltagsdroge Nr.1, zu verbieten. Dabei gilt Alkohol unter Fachleuten als „harte“ Droge, als Kriminalitätstreiber, als extrem häufige Ursache schwerer Unfälle im Straßenverkehr und als Zerstörer zwischenmenschlicher Beziehungen. Daher: Es ist furchtbar, dass in der Türkei die Menschenrechte missachtet werden. Hoffentlich war dies der Grund für die Verweigerung der europäischen Fußballmeisterschaft…

Bernhard Suttner

Bernhard Suttner

Jahrgang 1949, studierte Politikwissenschaft, Pädagogik sowie Christliche Gesellschaftswissenschaften und arbeitete anschließend als freiberuflicher Referent in der Erwachsenenbildung. 1978 gehörte er zu den Gründern der „Grüne Aktion Zukunft“, verließ diese 1980 wieder und gründete 1982 die ÖDP mit. Von 1991 bis 2011 war er Landesvorsitzender der ÖDP Bayern. Seit 2011 ist er ihr Fachbeauftragter für Grundsatzfragen.

 

Weitere Beiträge von

 

Email: buesuttner@aol.com