Holz und Sanierung statt Beton und Abriss


Wer an Klimawandel und Überhitzung des planetarischen Systems denkt, der sorgt sich in der Regel um Kohleverstromung, Autoverkehr, Fliegerei, steigenden Fleischverzehr und Plastikmüll. Das alles trägt ja auch wirklich dazu bei, die Atmosphäre mit schädlichen Gasen anzureichern. Fachleute nennen aber noch einen ganz anderen Klimakiller: Beton. Bei der Herstellung von Zement wird nicht nur sehr viel Energie benötigt, es fallen auch erhebliche Mengen an Prozessemissionen an. So wird ein Bauboom mit Beton zum Klimaproblem. Die letzten Jahre der chinesischen Entwicklung haben dem Land gerade auch wegen der gewaltigen Bautätigkeit die Klimabilanz schwer verhagelt.

Weltweit, aber auch bei uns im Land, sollten klimabewusste Architekten und Bauherren Konzepte bevorzugen, die auf Bauerhalt, Sanierung, Modernisierung und Neubau mit Holz setzen. Der heute so beliebte Abriss von Bauten aus den 70er Jahren ist in der Mehrzahl der Fälle auch ein Klimafehler.

Bernhard Suttner

Bernhard Suttner

Jahrgang 1949, studierte Politikwissenschaft, Pädagogik sowie Christliche Gesellschaftswissenschaften und arbeitete anschließend als freiberuflicher Referent in der Erwachsenenbildung. 1978 gehörte er zu den Gründern der „Grüne Aktion Zukunft“, verließ diese 1980 wieder und gründete 1982 die ÖDP mit. Von 1991 bis 2011 war er Landesvorsitzender der ÖDP Bayern. Seit 2011 ist er ihr Fachbeauftragter für Grundsatzfragen.

 

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