Eine 1-Euro-Münze und mehrere Cent-Stücke. Foto: pexels.com / Carlos Pernalete Tua

BundesverbandÖDP

Arbeit an Konzepten und Wirtschaftskompetenz

Wir leben in einer wachstumsgetriebenen Welt, die ihre eigenen Grundlagen zerstört. Oft liefert die Wirtschaftstheorie Ausreden, um sich nicht ändern zu müssen. Dabei wäre eine Wirtschaftspolitik nötig, die der Verwaltung knapper Ressourcen dient. Die ÖDP steht für eine Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft. Auch in einer nachhaltig ausgerichteten Wirtschaftsordnung kommt es jedoch darauf an, die Kreisläufe funktionsfähig zu halten. Das Problem der weltweiten Ungerechtigkeit liegt in der hohen Produktivität unserer Wirtschaft mit einem hohen Einsatz fossiler Energie. Das wollen wir mit dem Emissionshandel und der Ökologisch-Sozialen Steuerreform ändern.

Anfang November 2025 trafen sich Mitglieder unseres BAK in Würzburg und diskutierten über diesen Ansatz. Außerdem ging es um Währungspolitik, Emissionshandel, alternative Wirtschaftssysteme und die Weiterführung der Symposien „Wirtschaft ohne Wachstumszwang“. Bei den turnusgemäßen Wahlen wurde Ulrich Brehme als BAK-Vorsitzender bestätigt. Unterstützt wird er u. a. von Prof. Dr. Herbert Einsiedler und Reinhard Becker.

Inhaltliche Schwerpunkte der Mitgliederversammlung bildeten die Themen Währungspolitik und Staatsverschuldung. Wir diskutierten über die „Modern Monetary Theory“ (MMT) und die Wirkung dieser Ideen auf den Euro. Die Vorstellungen hierzu gingen weit auseinander. Die MMT will mit Steuern die Geldmenge begrenzen. Kritik entzündete sich aber vor allem an der inflationären Wirkung der Staatsfinanzierung über Kredite. In einem Vollgeldsystem kann der Staat zinslos Geld in Umlauf bringen. Es sind auch Vollgeldsysteme mit einer Geldschöpfung der Geschäftsbanken möglich. Wir werden die Diskussion darüber fortsetzen.

Das Steuerkonzept der ÖDP möchten wir um neue Elemente ergänzen. Denn durch Erbschaften nehmen die Vermögensunterschiede in Deutschland immer weiter zu. Auch Betriebsvermögen von Unternehmen müssen stärker in die Finanzierung des Staates einbezogen werden.

Insgesamt möchten wir uns dafür einsetzen, dass das Wirtschaftsprogramm der ÖDP bekannter wird und inner- wie außerparteilich die Wirtschaftskompetenz zunimmt. Wer uns dabei unterstützen möchte, darf gerne Kontakt aufnehmen:

 

Ulrich Brehme

BAK-Vorsitzender

 


Dieser Beitrag erschien in der März-Ausgabe 2026 der ÖkologiePolitik


 

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