Diesmal nicht Griechenland – diesmal Schweden


Waldbrände – da dachte man bisher an Kalifornien, an Griechenland, an Portugal. Jetzt brennen die Wälder in Schweden. Dort hofft man nicht nur auf Hilfe von außen, sondern vor allem auf Regenwetter. Ein hochindustrialisiertes Land, wohlorganisiert, scheitert an einer Naturgewalt und hofft auf „Hilfe von oben“, weil die eigenen Kräfte zu schwach sind.

Gibt es noch eindringlichere Warnzeichen? Wie bei den großen Sturmkatastrophen der letzten Jahre fehlt auch bei den Waldbränden in Schweden der direkt nachweisbare, kausale Zusammenhang mit dem Klimawandel. Fest steht, dass die Ursachen der Katastrophe außergewöhnlich hohe Temperaturen und extreme Niederschlagsarmut über sehr lange Zeiträume sind.

Mir zeigen die schwedischen Ereignisse, dass auch optimal organisierte Gesellschaften bei gewaltigen Naturereignissen hilflos sein können. Nur die Vorbeugung, nur die rechtzeitige Reaktion auf Warnzeichen können uns schützen. Dass angesichts der Lage eine radikale, weltweite Klimaschutzpolitik immer noch nicht stattfindet, ist kaum zu glauben. Offensichtlich hat die Menschheit kein Sensorium für die Gefährdung ihrer Lebensvoraussetzungen.

Bernhard Suttner

Bernhard Suttner

Jahrgang 1949, studierte Politikwissenschaft, Pädagogik sowie Christliche Gesellschaftswissenschaften und arbeitete anschließend als freiberuflicher Referent in der Erwachsenenbildung. 1978 gehörte er zu den Gründern der „Grüne Aktion Zukunft“, verließ diese 1980 wieder und gründete 1982 die ÖDP mit. Von 1991 bis 2011 war er Landesvorsitzender der ÖDP Bayern. Seit 2011 ist er ihr Fachbeauftragter für Grundsatzfragen.

 

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