Dreifach-Wirkung

Wählerinnen und Wähler sollten bedenken, dass ihre Stimme mehrfach wirkt: Zum einen ergibt die Summe der Stimmen das prozentuale Wahlergebnis. Zum anderen geben die Wählerbewegungen den Trend für die nächsten Jahre an, also die Richtung, in die sich alle großen Parteien orientieren werden. Und drittens entscheidet die Stimme auch darüber, welche Partei wieviel Geld aus der Staatskasse überwiesen bekommt und insofern ihre Arbeit künftig intensivieren kann.

Leider schauen die allermeisten Leute nur auf die Wirkung Nr.1. Dabei wäre die Wirkung Nr.2 meiner Meinung nach die interessantere: Schon jetzt steht auf Grund der Wahlumfragen nahezu fest, dass die Hauptrichtung der großen Parteien antiökologisch, nationalegoistisch und individualegoistisch werden könnte, weil FDP und AfD leider Aufwind haben. Sie werden demnächst – Wirkung Nr. 3 – noch mehr Geld aus der Steuerkasse bekommen. Diesen beiden Parteien ist die Klimaproblematik egal. Beide wollen die Energiewende stoppen. Beide sind – freilich in unterschiedlicher Weise – egoistisch orientiert.

Es wäre sehr wichtig, dass ökologisch-nichtegoistisch motivierte Wählerinnen und Wähler dafür sorgen, dass die ÖDP einen klaren Aufwärtstrend bekommt: Bitte denken Sie nicht nur an Wirkung 1 Ihrer Stimme; denken Sie auch an die Wirkungen 2 und 3. Diese Wirkungen stellen sich unabhängig vom prozentualen ÖDP-Ergebnis ein.

Bernhard Suttner

Bernhard Suttner

Jahrgang 1949, studierte Politikwissenschaft, Pädagogik sowie Christliche Gesellschaftswissenschaften und arbeitete anschließend als freiberuflicher Referent in der Erwachsenenbildung. 1978 gehörte er zu den Gründern der „Grüne Aktion Zukunft“, verließ diese 1980 wieder und gründete 1982 die ÖDP mit. Von 1991 bis 2011 war er Landesvorsitzender der ÖDP Bayern. Seit 2011 ist er ihr Fachbeauftragter für Grundsatzfragen.

 

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