Wonach der Wahl-O-Mat leider nicht fragt

Keine Frage – ich bin sehr dafür, dass viele Leute den Wahl-O-Mat nutzen. Aber seltsam ist schon, welche Positionen dieses Instrument nicht abfragt. Da vor allem viele Erst- und Jungwähler den Wahl-O-Mat nutzen, ist es besonders schade, dass wichtige Zukunftsthemen keine Rolle spielen. Mein persönlicher Wahl-O-Mat würde auf die folgenden Thesen nicht verzichten:

–       „Der Ausstoß klimaschädlicher Gase wie z.B.CO2 soll durch eine Steuer zum Kostenfaktor für Unternehmer und Konsumenten gemacht werden.“

–       „Alle Finanztransaktionen/Börsengeschäfte sollen mit einer Umsatzsteuer belegt werden.“

–       „Der Einfluss von Interessenverbänden und Großunternehmen auf Parteien und Gesetzgebung soll durch ein Verbot von Parteispenden vermindert werden.“

–       „Der Flächenverbrauch in Deutschland muss zum Schutz der Lebensräume wildlebender Arten gesetzlich begrenzt werden.“

–       „Abkommen zur Regelung des Welthandels müssen sich an fair-trade-Regeln orientieren und existenzsichernde Mindestlöhne sowie wirksame Umweltstandards enthalten.“   

Es ist schade, dass die Macher des Wahl-O-Mat ganz offensichtlich zukunftspolitisch sehr reduziert eingestellt sind…

Bernhard Suttner

Bernhard Suttner

Jahrgang 1949, studierte Politikwissenschaft, Pädagogik sowie Christliche Gesellschaftswissenschaften und arbeitete anschließend als freiberuflicher Referent in der Erwachsenenbildung. 1978 gehörte er zu den Gründern der „Grüne Aktion Zukunft“, verließ diese 1980 wieder und gründete 1982 die ÖDP mit. Von 1991 bis 2011 war er Landesvorsitzender der ÖDP Bayern. Seit 2011 ist er ihr Fachbeauftragter für Grundsatzfragen.

 

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