Armut & Sozialstaatlichkeit


Der Titel bezieht sich auf Ludwig Erhards bekanntes Buch „Wohlstand für alle“. Dass diese Leitidee schon lange nicht mehr gilt, beschreibt der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, indem er Ausmaß und Ursachen der sozialen Spaltung aufzeigt. Dabei geht es nicht nur um die 15 % der deutschen Bevölkerung, die offiziell als arm gelten, sondern auch um die 40 %, die keine Ersparnisse haben, die als Leiharbeiter nur befristete Arbeitsverträge mit geringen Einkommen erhalten, die spätestens im Alter arm sein werden. Die sozialen Verwerfungen sind kein Zufall und keine Naturgesetzlichkeit, sondern das Ergebnis neoliberaler Politik. Schneider fordert eine Umkehr, eine Restauration des Sozialstaates und zeigt auf, welche Maßnahmen dafür notwendig sind.

Ulrich Schneider
Kein Wohlstand für alle!?
Wie sich Deutschland selber zerlegt und was wir dagegen tun können
Westend, Februar 2017
240 Seiten, 18.00 Euro
978-3-86489-161-8

 

 

Günther Hartmann

Günther Hartmann

Jahrgang 1965, studierte Architektur und war nach dem Diplom zunächst in verschiedenen Architektur- und Stadtplanungsbüros tätig. Seit 2008 arbeitet er hauptberuflich als Journalist. In die ÖDP trat er 1998 ein und ist seit 2006 Verantwortlicher Redakteur der ÖkologiePolitik.

 

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