Arbeit & Gemeinwohl


Der Slogan „Sozial ist, was Arbeit schafft“ wurde von der neoliberalen „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) populär gemacht und dann von diversen Politikern gerne als Totschlagargument verwendet. Diese Glorifizierung der Arbeit geht aber an der Realität vorbei. 2015 stellte ein Meinungsforschungsinstitut fest, dass 35 % der deutschen Arbeitnehmer in ihrer beruflichen Tätigkeit keinen sinnvollen Beitrag zum Wohl der Welt sehen. Das Buch untersucht dieses Phänomen gründlich, um damit eine solide Basis für eine öffentliche Debatte über Sinn und Unsinn unserer heutigen Arbeit zu schaffen. Als „Bullshit Jobs“ bezeichnet der Autor nicht die Tätigkeiten, welche niemand machen will, sondern diejenigen, welche die Welt schlechter statt besser machen.

David Graeber
Bullshit Jobs
Vom wahren Sinn der Arbeit
Klett-Cotta, Oktober 2018
464 Seiten, 26.00 Euro
978-3-608-98108-7
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Günther Hartmann

Günther Hartmann

Jahrgang 1965, studierte Architektur und war nach dem Diplom zunächst in verschiedenen Architektur- und Stadtplanungsbüros tätig. Seit 2008 arbeitet er hauptberuflich als Journalist. In die ÖDP trat er 1998 ein und ist seit 2006 Verantwortlicher Redakteur der ÖkologiePolitik.

 

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