Ewiges Leben


Im Silicon Valley arbeitet man ernsthaft an der „Beseitigung des Todes“. Google hat schon eine eigene Firma für dieses Projekt gegründet… Als Zwischenziel soll die Lebenszeit des Menschen auf mindestens 150 Jahre verlängert werden – nicht im hilflos-vergreisten, womöglich dementen Zustand, sondern im besten Saft und mit jugendlicher Kraft. Das wird freilich zunächst viel Geld kosten; aber man nimmt an, dass – wie bei jeder Neuerung – der Preis Schritt für Schritt sinken und endlich für alle erschwinglich sein wird.

Welch ein Unterschied zum christlichen Ostergedanken oder zu anderen, tradierten spirituellen Konzepten von Tod und Leben! Was ist wirklich menschlicher – die totale „Optimierung“ der biologisch-materiellen Bedingungen unserer Existenz oder doch eher die Hoffnung auf das absolut Andere? Ich ziehe die – zugegeben unsichere – religiöse Erwartung einem „ewigen“ Nichtplatzmachendürfen und Konsumierenmüssen auf einer übervollen Erde vor. Frohe Ostern!

Bernhard Suttner

Bernhard Suttner

Jahrgang 1949, studierte Politikwissenschaft, Pädagogik sowie Christliche Gesellschaftswissenschaften und arbeitete anschließend als freiberuflicher Referent in der Erwachsenenbildung. 1978 gehörte er zu den Gründern der „Grüne Aktion Zukunft“, verließ diese 1980 wieder und gründete 1982 die ÖDP mit. Von 1991 bis 2011 war er Landesvorsitzender der ÖDP Bayern. Seit 2011 ist er ihr Fachbeauftragter für Grundsatzfragen.

 

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