ÖDP auf Demo „Wir haben es satt!“


Die ÖDP hat am 21.01.2017 in Berlin für eine umweltgerechte Landwirtschaft demonstriert. Ein breites Agrarbündnis hatte knapp 20.000 Menschen mobilisiert, die unter dem Motto „Wir haben es satt!“ gegen Überdüngung, Pestizideinsätze, Agrogentechnik und Massentierhaltung protestierten. Gegen diesen Flächenbrand bot sich die ÖDP als Feuerwehr an: Mit einem Feuerwehr-Oldtimer reihte sie sich mit vielen Mitgliedern und Sympathisanten in die Reihe der Protest-Traktoren und Themenwagen ein.
Am Rande der Abschlusskundgebung warb die ÖDP mit einem Infostand für ihre Positionen. Dabei konnten innerhalb weniger Stunden weit über 400 Unterstützungsunterschriften für die Bundestagswahl gewonnen werden. „2.000 Unterschriften brauchen wir allein in Berlin“, erklärt Jens-Eberhard Jahn, Landeswahlbeauftragter der ÖDP für Berlin. „Allein auf dem Demo-Wochenende haben wir über 10 % davon bekommen. Die Menschen wollen, dass sie auf dem Stimmzettel eine ökologische Alternative auffinden können.“ Bis Juni müsse nun aktiv weitergesammelt werden. Jede Unterschrift zähle!


TeilnehmerInnen der Demo. Fünfter v. l.: Manfred Link, im Bundesvorstand hauptverantwortlich für die Bundestagswahl 2017. Foto: ÖDP Bundespressestelle

Lieber Manfred Link, wie hast du den Auftritt der ÖDP auf der Demo wahrgenommen?

Insgesamt hat sich der ÖDP-Auftritt bei der Demo „Wir haben es satt!“ gelohnt. Wir konnten uns vor den Mitdemonstranten und den vielen Zuschauern am Rande der Demo mit Transparenten und Flaggen präsentieren und dadurch bekannter machen. Auch hat mich das gezeigte Interesse der Besucher am ÖDP-Infostand vor dem Brandenburger Tor angenehm berührt. Ganz besonders hat mich begeistert, dass Menschen bei der Demo unserem roten Auto hinterhergelaufen sind und auf der montierten Theke Unterstützungsunterschriften (UU) geleistet haben.

Was sind die nächsten Meilensteine für eine erfolgreiche, flächendeckende Teilnahme der ÖDP an der Bundestagswahl 2017?

Die nächsten Meilensteine sind bereits fixiert bzw. anvisiert: Am 18.02. findet der LHA des LV BY statt, auf dem über die bayerische Landesliste abgestimmt wird, und wenige Tage danach beginnt die UU-Sammlung im südlichsten Bundesland. Mitte März werden wir die bis dahin gesammelten UU einer kritischen Prüfung unterziehen und ggf. Maßnahmen für die Rekrutierung zusätzlicher Sammlerinnen und Sammler beschließen, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Fortwährend sind in fast allen Bundesländern Funktionsträger, andere Mitglieder und Sympathisanten mit Sammelbrettern am Rande von Events (z. B. Hochzeitsmessen) unterwegs und zusätzlich werden Infostände aufgestellt, um sich mit Bürgerinnen und Bürgern im persönlichen Gespräch über unser Wahlprogramm auszutauschen und dabei von ihnen UU einzusammeln. Auch das Sammeln vor Universitäten hat sich als Erfolg versprechend herausgestellt. Unsere Deadline ist Ende Juni; bis dahin wollen wir mit dem Sammeln von UU durch sein.

Du koordinierst die Unterschriftensammlung und den Wahlkampf der ÖDP für die Bundestagswahl. Wie bist du mit dem bisherigen Stand der Unterstützungsunterschriften zufrieden?

Wenn ich das bisherige Sammelergebnis hochrechne, kann ich vor allem mit den Zahlen der kleinen LV nicht zufrieden sein. Wir sind mit Verzögerung gestartet. Aber nach den bisherigen Erfahrungen liefern die letzten beiden Sammelmonate überdurchschnittlich viele UU. Wir bauen auch auf die Solidarität unter den Sammlern und erwarten, dass diejenigen, die ihre LV abgeschlossen haben, die anderen unterstützen.

Wird die ÖDP bundesweit auf dem Wahlzettel stehen?

Im Prinzip ja. Nach heutigem Stand haben drei kleine Bundesländer noch nicht aufgestellt. Wir haben noch fünf Monate Zeit. Eine relativ sichere Prognose kann ich aber erst etwa Mitte Mai abgeben.

Pablo Ziller

Pablo Ziller

Jahrgang 1984, ist Diplom-Politologe.

 

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