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  • Kategorie: Gesellschaft & Kultur

Interview: „Sinnliche Erfahrungen ermöglichen“

Die Stiftung „anstiftung“ wurde 1982 gegründet, um nachhaltige Lebensstile zu erforschen und zu fördern. Dabei wurden das partizipative Umgestalten von Stadträumen, der Anbau von Nahrungsmitteln sowie das gemeinschaftliche Herstellen und Reparieren von Dingen zu ihren Schwerpunktthemen. Sie berät und begleitet zahlreiche Initiativen. ÖkologiePolitik: Frau Dr. Müller, was ist Commoning? Dr. Christa Müller: Der Begriff „Commons“…

Sojaanbau im Reallabor

Ein „Reallabor“ ist nach Niko Paech ein Ort, an dem Methoden und Werkzeuge erprobt und eingeübt werden, die für den Weg in eine Postwachstumsökonomie gebraucht werden. Ein Gemeinschaftsgarten südlich von Stuttgart mit Blick auf die Schwäbische Alb ist dafür ein typisches Beispiel. Ein Forschungsprojekt gab den Anstoß, auch Soja anzupflanzen. Wir sind eine Gruppe von…

Bewusst konsumieren und reparieren statt wegwerfen

Auf Initiative des ÖDP-Ortsverbands entstanden in der Stadt Mainburg zahlreiche commonsorientierte Aktivitäten und Projekte, darunter ein regionaler Bauernmarkt und ein Repair Café. Seit 2014 darf sich Mainburg zudem „Fairtrade-Stadt“ nennen, was bedeutet: Es hat sich verpflichtet, fairen Handel zu fördern. Das wirkt motivierend und lässt neue Aktivitäten entstehen. Mehr als 60 Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomiebetriebe, Kirchen, Schulen…

Gemeinschaftliches Bauen boomt

Baugenossenschaften gibt es seit fast 150 Jahren, Baugemeinschaften seit mehreren Jahrzehnten. Sie sind also nichts Neues, haben aber in letzter Zeit stark an Bedeutung gewonnen – vor allem in München. Ist das eine vorübergehende Modeerscheinung oder ein dauerhafter Trend? Ein genauer Blick auf die Münchener Verhältnisse ist auch ein Blick in die Zukunft anderer Städte….

Ist die EU-Wahl nur ein Schaukampf?

Am 26. Mai 2019 finden die Wahlen der Abgeordneten zum EU-Parlament statt. Die deutsche Regierung und mit ihr die etablierten Parteien und die Mainstreampresse verkünden, dass es sich um die wichtigsten Wahlen seit Bestehen der EU handle. Diese Behauptung erweist sich bei genauem Hinschauen als äußerst fragwürdig. Warum aber wird sie ständig wiederholt? Mit bewussten…

Entscheidung über die Zukunft unserer Ernährung

Die Subventionierung der Landwirtschaft ist seit den 1950er-Jahren ein zentrales Handlungsfeld in der europäischen Zusammenarbeit. Die Lebensmittelversorgung sicherzustellen, war ihr ursprüngliches Ziel, doch im Lauf der Jahrzehnte führte sie immer mehr zu einer Intensivierung der Landwirtschaft und zur Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Seit mehr als einem Jahr macht der dramatische Rückgang der Insekten Schlagzeilen. Der…

EU-Handelspolitik: Hunger in der Welt

Eigentlich arbeiten in Entwicklungsländern die meisten Menschen immer in der Landwirtschaft. Doch in Afrika z.B. schwemmte die EU den Lebensmittelmarkt mit ihren hochsubventionierten Überschüssen. Das drückt dort die Preise und Einkommen, zerstört gewachsene Strukturen – und Zukunftsperspektiven. So erzeugt die EU Fluchtursachen. Im Jahr 2017 stieg die Zahl der Milliardäre so stark an wie nie…

Neoliberalismus: Ist die EU Schutzwall oder Einfallstor?

Die Gründung der EU im Jahr 1993 bildete für einige zeitgenössische Beobachter den vorläufigen Höhepunkt einer neoliberalen wirtschaftlichen Integration Europas. Die ursprüngliche Idee eines vereinten und friedlichen Europas hatte noch nicht viel mit den Idealen des Neoliberalismus gemein, doch seit den 1980er-Jahren änderte sich das. Beginnend mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS)…

Währungsunion: Geopfert auf dem Altar der Wettbewerbsfähigkeit

Die Europäische Währungsunion steckt in einer Dauerkrise. Die Wirtschaftskraft der beteiligten Länder driftet auseinander. Das schafft Frust und Streit. Denn die ursprüngliche Verheißung war, dass sich die Wirtschaftsstrukturen und Wohlstandsniveaus der Mitglieder annähern. Die ärmeren Länder sollten aufholen. Doch das ist nicht passiert – im Gegenteil. Philipp Heimberger vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW)…

Für eine Union der Vaterländer und Muttersprachen

Der europäische Einigungsprozess ist seit einiger Zeit ins Stocken geraten. Die nationalen Interessen zu verteidigen bzw. durchzusetzen, ist bei vielen EU-Mitgliedsstaaten in den Vordergrund gerückt, obwohl diese ja untereinander wirtschaftlich eng verknüpft sind. Ist deshalb die Abschaffung der Nationalstaaten ein notwendiger Schritt? Europa ist mehr als nur ein auf Ökonomie konzentriertes Gebilde. Seine wahren Grundlagen…

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