Kriegsängste verdrängen das Klima aus den Top-Risiken
16. Februar 2026
Während die Welt von Kriegen und geopolitischen Konflikten dominiert wird, gerät die größte reale Bedrohung unserer Zeit aus dem Blick: die eskalierende Klimakrise. Das Jahr 2025 war das drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Wieder hat die Erde außergewöhnliche Temperaturen erlebt, die dazu führen, dass das globale 1,5-Grad-Ziel in immer weitere Ferne rückt. Bis vor einigen Jahren hätte diese Nachricht noch großes, allgemeines Entsetzen hervorgerufen.
Diese gefährliche Gewöhnung ist ein politisches und gesellschaftliches Versagen. Die Klimakrise zerstört Lebensgrundlagen, gefährdet Sicherheit, verschärft Konflikte und bedroht die Freiheit kommender Generationen. Wer sie ignoriert, spielt mit der Existenz unserer Gesellschaft. Wenn Staaten aus Umweltabkommen austreten, Klimakonferenzen ohne Fortschritte enden oder selbst minimale Maßnahmen wie das Verbrenner‑Aus verwässert werden, zeigt das, wie weit die politische Prioritätensetzung von der Realität entfernt ist. Auch Deutschland verfehlt seine eigenen Ziele und verschiebt Verantwortung auf die Zukunft.
Doch Untätigkeit ist keine Option. Jede Verzögerung macht notwendige Maßnahmen teurer und konfliktreicher. Die Lösungen liegen längst vor: Emissionen senken, Energie sparen, erneuerbare Energien ausbauen, Ressourcen schonen und Wirtschaft wie Konsum auf Nachhaltigkeit ausrichten. Damit Klimaschutz wieder Priorität bekommt, braucht es mehr als Warnungen. Menschen müssen erleben, dass konsequente Klimapolitik ihr Leben verbessert: saubere Luft, bezahlbare Energie, sichere Mobilität, lebendige Städte, stabile Ökosysteme. Erfolgsbeispiele und wirksame Maßnahmen gehören wieder ins Zentrum der Debatte.

